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Sonnenschutz - erfahren Sie alles zum Thema Sonnenbad und Hautschutz.

Streng genommen ist der Sonnenschutz das ganze Jahr hindurch ein wichtiges Thema, denn täglich zehn Minuten Aufenthalt in der Sonne bzw. im Freien reichen aus, um so viel Licht zu tanken und damit Vitamin D zu bilden, wie für einige Stoffwechselvorgänge benötigt werden. Gerade im Frühjahr interessieren sich viele Kunden für Themen rund um den richtigen Sonnenschutz. Sie möchten wissen, wie sie sich bestenfalls verhalten sollen, um einerseits ein Sonnenbad sorglos genießen zu können und andererseits keine Folgeschäden zu erleiden. Lesen Sie deshalb im Folgenden Erklärungen zu den Schlüsselbegriffen und Verhaltensempfehlungen, die Kosmetikerinnen bei der Beratung weitergeben können. 



Sonnenstrahlung / UV-Strahlung / UV-Intensität
Sonnenstrahlung oder Solarstrahlung ist die von der Sonne ausgesandte Strahlung. Abhängig von der Wellenlänge wird die Sonnenstrahlung von der Erdatmosphäre mehr oder weniger stark absorbiert. Die UV-Strahlung an der Erdoberfläche hängt im Wesentlichen vom Sonnenstand, d. h. Breitengrad, von Jahres- und Tageszeit ab. Steht die Sonne im Zenit, herrscht die stärkste Strahlung des Tages. Auch im Schatten oder bei bedecktem Himmel trifft immer noch ein großer Teil des Sonnenlichts auf die Haut. Die Intensität der UV-Strahlung nimmt mit der Höhe über dem Meeresspiegel um etwa zehn bis 15 Prozent pro 1 000 Höhenmeter zu. Im Hochgebirge kann daher die Sonnenstrahlung auch im Winter zum Sonnenbrand führen. Verstärkend wirken kann auch die Strahlenbelastung durch Reflexion der UV-Strahlung durch Schnee. Dies gilt auch für Wasser, weißen Sand und weiße Mauerflächen.       

Antioxidanzien / Oxidativer Stress / Reactive Oxygen Species  
Unter UV-Bestrahlung bilden sich in der Haut reaktive Sauerstoffverbindungen (Reactive Oxygen Species, sogenannte ROS). Diese spielen eine wichtige Rolle als auslösende oder verstärkende Faktoren für zahlreiche biochemische Prozesse (z. B. Sonnenbrand, Hautalterung und sehr wahrscheinlich auch Hautkrebs).      

Rötungen & Unverträglichkeiten
Biologische Systeme enthalten deshalb antioxidativ wirkende Substanzen (Radikalfänger, reduzierende Stoffe, Enzyme, Chelat-Bildner), die den sogenannten oxidativen Stress kontrollieren. Diese hauteigenen Schutzsysteme sind bei hoher Belastung überfordert, können aber durch äußere Anwendung von Antioxi¬danzien unterstützt werden. Beispiele sind Vitamin E, Vitamin C und Coenzym Q10. Die Antioxidanzien ergänzen daher die vor UV-Strahlung schützenden UV-Filter in vielen Sonnenschutzmitteln.   

Erythem / Erythema solare / Dermatitis solaris / Sonnenbrand
Erythem ist ein dermatologischer Ausdruck für eine Hautrötung, die durch eine vermehrte Durchblutung aufgrund einer Gefäßerweiterung bedingt ist. Der Sonnenbrand (UV-Erythem, Erythema solare, Dermatitis solaris) ähnelt einer Verbrennung der Haut und wird durch UV-Strahlung der Sonne oder andere Strahlungsquellen verursacht. Dabei kommt es innerhalb von einer bis sechs Stunden nach der Bestrahlung zu scharf begrenzter Rötung, Hitzegefühl, Juckreiz, Schmerzen, gelegentlich Blasenbildung und Ödemen der bestrahlten Haut. Die Symptome erreichen ihr Maximum nach 12 bis 24 Stunden und bilden sich innerhalb von drei bis sieben Tagen gegebenenfalls mit Abschuppung zurück. Sonnenbrand ist zwar eine akute Hautschädigung, hat aber durchaus chronische Relevanz. Häufigere Sonnenbrände, insbesondere in der Kindheit, erhöhen das Hautkrebsrisiko.       

Sonnenallergie / polymorphe Lichtdermatose / Photodermatosen
Unter Sonnenexposition kommt es gelegentlich zu Unverträglichkeitsreaktionen (Photodermatosen), welche umgangssprachlich meist als Sonnenallergie bezeichnet werden. Eine besonders häufige Form der Sonnenallergie ist die polymorphe Lichtdermatose. Die durch UV-Strahlung (auch ohne aufgetragenes Sonnenschutzmittel) ausgelösten Hautreaktionen treten meist nach der ersten Sonnenbestrahlung besonders intensiv auf und werden im Laufe des Sommers durch Sonnengewöhnung immer schwächer. Die Haut zeigt Rötung, Bläschen, Knötchen oder nässende Bereiche und die Reaktion ist von Hautjucken begleitet. Neben der Vorbräunung/Sonnengewöhnung können hohe Lichtschutzfaktoren, hoher UVA-Schutz und die Anwendung von Antioxidanzien/Radikalfängern die Sonnenallergie abschwächen oder sogar verhindern.    

Zehn Minuten Sonne reichen                
Unter Einwirkung der UV-Strahlung des Sonnenlichts wird die Vita¬min D-Bildung in der Haut angeregt. Vitamin D dient dazu, Kalzium aus der Nahrung durch die Darmwand ins Blut zu transportieren. Kalzium stärkt die Knochen, ist auch für das reibungslose Funktionieren von Muskeln und Nerven unerlässlich. Das mithilfe der UV-Strahlung gebildete Vitamin D gilt auch als Schutzstoff vor Zuckerkrankheit, Osteoporose und dem Metabolischen Syndrom. Einige wissenschaftliche Studien unterstützen sogar einen möglichen Schutz¬effekt gegen Krebs. Um genügend Vitamin D zu produzieren, reichen dem Menschen zehn Minuten Sonne pro Tag aus. Kleinere Mengen Vitamin D aus Nahrungsmitteln erhält man auch über den Verzehr fettreicher Fischarten, Lebertran, Kalbfleisch und Eigelb.  

Lichtschutzfaktor (LSF) / Sun Protection Factor (SPF)
Der Lichtschutzfaktor (LSF) bzw. Sun Protection Factor (SPF) dient der Beurteilung der Schutzleistung von Lichtschutzpräparaten bzw. Sonnenschutzmitteln. Er wird auf der menschlichen Haut bestimmt. Die in Europa angewendete Methode wurde vom Europäischen Dachverband der Kosmetikindus¬t¬rie (Cosmetics Europe) erarbeitet und normiert (EN ISO 24444:2010 Cosmetics – Sun protection test methods – In vivo determination of the sun protection factor). Bei der Beratung wichtig Im Prinzip gibt der LSF an, wievielmal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel geschützt der Sonne aussetzen kann als ohne Sonnenschutzmittel, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.    

UVA-Schutz
Definitionsgemäß gibt der Lichtschutzfaktor lediglich die Schutzwirkung eines Produktes gegen Sonnenbrand an. Dies ist überwiegend der UVB-Anteil des Sonnenlichtes. Zum Schutz vor anderen lichtbedingten Hautschäden müssen Sonnenschutzmittel ebenfalls vor UVA-Strahlung schützen. Dazu hat Cosmetics Europe eine Methode erarbeitet (EN ISO 24443:2012 Cosmetics – Sun protection test methods – In vitro determination of sunscreen UVA photoprotection). In Europa gelten festgelegte Kriterien zur Mindestwirksamkeit von Sonnenschutzmitteln gegenüber UVB-/UVA-Strahlung. Der Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels soll mindestens sechs betragen. Der UVA-Schutzfaktor muss mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors betragen. Die Einhaltung des geforderten UVA-Schutzes wird auf den Packungen durch ein Symbol angezeigt.    

Schutzklassen:
Nach der heute gültigen Definition sind die früher sehr populären Sonnenschutzprodukte mit Schutzfaktor zwei oder vier keine Sonnenschutzmittel mehr, da sie die überwiegende Zweckbestimmung (nämlich den Sonnenschutz) nicht erfüllen. Zum besseren Verständnis wird auf den Verpackungen neben dem Lichtschutzfaktor noch eine von vier Schutzklassen angegeben (Basis, Mittel, Hoch, Sehr hoch).

                                   

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